Archiv

Do, 24. November 2011 19:00

Was kostet die Energiewende?

Berlin, Deutsche Kreditbank AG


Die Energiewende ist beschlossen und Experten heizen nunmehr eine strittige Debatte über die Kosten an: Die Kritiker sprechen über einen dreistelligen Milliardenbetrag, den der anstehende Umbau der Stromversorgung kosten wird. Nicht nur Wind und Sonne sollen den Strom von morgen erzeugen, sondern auch konventionelle Energiekraftwerke. Der erforderliche Neubau von Kohle- und Gaskraftwerken soll nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums ab 2013 öffentlich gefördert werden. Hinzu kommen verteuerte Strompreise für die Haushalte. Und noch drastischer: Es werden Szenerien entworfen, die aufzeigen, dass zwischen 2010 und 2023 der Strompreis für Industriekunden um 41 Prozent ansteigen wird, was sich verheerend auf energieintensive Branchen auswirkt. Verantwortlich für den Preisanstieg ist nach einer Studie des Baseler Prognos Institutes die Umlage für Öko-Strom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Sie liegt aktuell bei 3,5 Cent pro Kilowattstunde und könnte in den kommenden Jahren auf bis zu sechs Cent ansteigen. Der Bundesverband der Erneuerbarer Energien e.V. hält dagegen: Nach Angaben des Institutes hätten allein im Jahr 2010 die erneuerbaren Energien insgesamt Umweltschäden in einer Höhe von 8,4 Milliarden Euro vermieden. Dazu käme eine hohe Wertschöpfung für eine Vielzahl inländischer Unternehmen, die im Sektor der erneuerbaren Energien inzwischen rund 370.000 Arbeitsplätze stellten. Zudem seien im vergangenen Jahr Energieimporte im Wert von insgesamt 7,4 Mrd. Euro durch heimische erneuerbare Energien ersetzt worden.


Was steckt hinter den kontroversen Kostenmodellen und von welchen Kosten geht die Bundesregierung aus? Wer sind die Gestalter der Energiewende, wie werden die Verbraucher mit ins Boot geholt und was erwartet uns in den nächsten fünf Jahren?


Begrüßung

  • Dr. Rudolf Steinke
    Geschäftsfürendes Vorstandsmitglied
    Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.

 
Podium

  • Bärbel Höhn
    stellvertretende Bundesfraktionsvorsitzende
    Bündnis 90/ DIE GRÜNEN
  • Martin Kneer
    WirtschaftsVereinigung Metalle
  • Prof. Dr. Diethard Mager (angefragt)
    Ministerialrat im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
    Leiter der Unterabteilung "Grundsatzfragen, Energieforschung; Erneuerbare Energien; Kohle"
  • Wolfgang Tiefensee MdB
    Verkehrsminister a.D.
     

Moderation

  • Michael Geißler
    Geschäftsführer
    Berliner Energieagentur GmbH

 Zur Anmeldung>>>



zurück zur Terminübersicht

Netzwerkpartner