05. Dezember 2011

Leibnizstraße erste Berliner Hauptstraße mit LED-Beleuchtung

Die Leibnizstraße wird im Bereich zwischen Olivaer Platz und Kantstraße mit neuen LED-Leuchten ausgestattet. Die neuen Leuchten verbrauchen etwa 50 Prozent weniger Energie.

An Stelle der 27 Quecksilberdampf-Hochdruckleuchten in der Leibnizstraße werden modernste Anlagen mit LED-Technologie installiert.  Dieses Projekt ist gleichzeitig ein großräumiger Praxistest, wie langlebig und wartungsarm die LED-Leuchten sind.

Berlin hat bisher LED-Straßenleuchten nur in kleinen Wohnstraßen getestet. In der Leibnizstraße wird nun erstmals ein Projekt auf einer Hauptverkehrsstraße realisiert. Die Straßenbeleuchtung wird zudem mit einem „Telemanagementsystem“ ausgestattet. Damit besteht die Möglichkeit, das Beleuchtungsniveau zu bestimmten Anlässen oder regelmäßig im Verlauf der Nacht zu verändern. Diese Steuerungstechnik wird in Berlin jetzt erstmals erprobt.

Begleitet wird die Umrüstung von verschiedenen wissenschaftlichen Forschungsprojekten.
Der Fachbereich Lichttechnik der TU Berlin untersucht, ob die Straße mit Hilfe der neuen Leuchten gleichmäßiger ausgeleuchtet wird und inwieweit sich das Beleuchtungsniveau im Bereich der Gehwege und auf der Fahrbahn tatsächlich verändert. Besondere Aufmerksamkeit gilt – so wie im Lichtkonzept des Senats formuliert - der Verbesserung der Beleuchtungssituation für Fußgänger.

Neben den lichttechnischen Studien werden auch die Auswirkungen der verschiedenen Leuchtmittel auf Mensch, Natur und Umwelt untersucht. Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei ermittelt zum Beispiel, welchen Einfluss die unterschiedlichen Leuchtmittel auf die Insekten haben. Zu diesem Zweck wurden in den letzten Wochen an ausgewählten Leuchten sogenannte Insektenfallen installiert. Bei ähnlichen Untersuchungen sind die LED als insektenfreundliches Leuchtmittel aufgefallen.

Nach Vorliegen der Forschungsergebnisse dieses Pilotprojektes soll über weitere Umrüstmaßnahmen auf LED-Straßenleuchten im Bereich der Hauptverkehrsstraßen entschieden werden.

Die Berliner Straßenleuchten mit sogenannten Quecksilberdampf-Hochdrucklampen werden in den kommenden Jahren umgerüstet oder durch neue Leuchten ersetzt, da diese Leuchtmittel laut EU-Verordnung aus der Produktion genommen werden. In Berlin sind noch etwa 10.000 Leuchten davon betroffen.

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt


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