Aus Bioabfall wird Biogas

Anfang Juni 2013 ging am Standort Ruhleben die neue Biogasanlage der Berliner Stadtreinigung AöR (BSR) in Betrieb. Hier werden künftig pro Jahr die rund 60.000 Tonnen Bioabfall aus den Berliner Haushalten zu Biogas aufbereitet.

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Bilder: Berliner Stadtreinigung

Die Anlage arbeitet nach dem Prinzip des Trockenvergärungsverfahrens. Dabei setzen Mikroorganismen aus dem Biogut Biogas frei. Diese Methode eignet sich optimal für Bioabfälle mit einem Wassergehalt von 60 bis 80 Prozent, wie er vorwiegend in den Küchenresten der Berliner Haushalte vorkommt.

Biogas lässt sich für verschiedene Zwecke nutzen. Gereinigt, aufbereitet und konzentriert, besteht es zu 98 Prozent aus Methan und ist damit chemisch identisch mit Erdgas. Nach entsprechender Aufbereitung erfüllt das Produkt auch die hohen Anforderungen der GASAG und kann ins Stadtgasnetz eingespeist werden.

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Darstellung: Berliner Stadtreinigung

Auf drei BSR-Betriebshöfen werden an eigenen Gas-Tank­stellen 150 gasbetriebene Müllfahrzeuge aus diesem Netz betankt – etwa die Hälfte der gesamten Müllfahrzeug-Flotte. Dadurch können jährlich rund 2,5 Millionen Liter Diesel eingespart werden. Durch den energetischen Ersatz von Dieselkraftstoff und die stoffliche Verwertung der Gärreste kann der Ausstoß von insgesamt rund 12.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden. Die Verwertung von Biogut ist daher aktiver Klimaschutz.

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