Gasabsorptionswärmepumpenkaskade im Stadtbad Mitte

Die Gasabsorptionswärmepumpenkaskade ist Teil eines großen Sanierungsvorhabens im Stadtbad Mitte. Bild: Gust/Berliner NetzwerkE

Die Netzwerkpartner Berliner Bäder-Betriebe AöR und die GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft testen gemeinsam effiziente Gaswärmepumpen

Das Stadtbad Mitte mit neuer Technik

Das Wasser des 50 Meter Beckens im Stadtbad Mitte ist kontinuierlich auf 28 °C temperiert. Viel Energie ist notwendig, damit die Berliner Bäder-Betrieb ihren Gästen über das ganze Jahr hinweg Badespaß bieten können. Mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II wurde die Anlagentechnik im Stadtbad Mitte 2009 umfassend saniert. Parallel zur Erneuerung der Gebäudetechnik wurden die denkmalgeschützten Sheddächer und Fenster energetisch saniert.

Neben dem Einbau eines Blockheizkraftwerks und neuen Erdgas-Spitzenlastkesseln wurden gemeinsam mit dem Netzwerkpartner Gasag im Rahmen der Zusammenarbeit im Berliner NetzwerkE auch erdgasbetriebene Wärmepumpen installiert. Insgesamt wurden 2,5 Millionen Euro investiert, davon allein 1,4 Millionen Euro in die innovative Gebäudetechnik. So können jährlich 220 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden und 20 % Energie eingespart werden.

Innovative Gasabsorptionswärmepumpen sind Teil der Sanierungsmaßnahmen

Die Wärmepumpen-Kaskade besteht aus vier Gasabsorptionswärmepumpen, die über die raumlufttechnischen Anlagen zur Beheizung des Schwimmbereichs beitragen. Die Anlage ist im November 2009 in Betrieb gegangen. Gegenüber herkömmlichen Brennwertkesseln verbraucht eine Gasabsorptionswärmepumpe ein Viertel weniger Erdgas und setzt entsprechend weniger Kohlendioxid frei. Derzeit wird an der Erhöhung des Wirkungs grades, einem marktfähigen Vertriebspreis und einer einfachen Geräteinstallation geforscht. Im Gegensatz zu elektrisch betriebenen Wärmepumpen sind Gasabsorptionswärmepumpen daher noch nicht sehr weit verbreitet.

Das Institut für Energietechnik der Technischen Universität Berlin begleitet das Projekt wissenschaftlich. In der Planung berücksichtigten die Projektpartner Messstellen und bauten Messgeräte ein. Seit 2011 übernimmt das Institut das Monitoring der Gaswärmepumpen.

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