04. September 2009

Gemeinsam mit Erneuerbaren Energien

Zwei Mitglieder des Berliner NetzwerkE sichern die Wärmeversorgung eines Mehrfamilienhauses in Berlin durch Erdwärme und Sonnenenergie.

Mitten in der Berliner Innenstadt entsteht das „1. Grüne Mehrfamilienhaus“: In unmittelbarer Nähe des U-Bahnhofs Märkisches Museum werden in der Wallstraße Erdwärme und Sonnenenergie bei der Beheizung eines Mehrfamilienhauses kombiniert. Der Vollwärmeschutz senkt den Energiebedarf des Gebäudes, so dass die nötige Heizwärme für den Neubau ausschließlich durch regenerative Energien erzeugt werden kann.

Das innovative Konzept wird von den Mitgliedern des Berliner NetzwerkE Geo-En Energy Technologies und Phönix Sonnenwärme umgesetzt. Eine neuartige Integralsonde von

Geo-En saugt aus einer Tiefe von etwa 45 Metern das 11 °C warme Grundwasser an. Das Wasser wird dann zur Klimazentrale nach oben gepumpt. Die Wärmepumpe erzielt die nötige Temperatur für Heizung und Trinkwassererwärmung. Die Verteilung der Wärme erfolgt über Flächenheizungen im Gebäude. Im Sommer nutzt das System die Energie des Grundwassers zur Deckenkühlung und macht damit eine zusätzliche Klimaanlage überflüssig.

Sogenannte Solarabsorber von Phönix Sonnenwärme, die auf dem Dach installiert werden, ergänzen die Geothermie und nutzen neben der Sonne auch Umweltwärme. Die Absorber leiten die Energie in die Klimazentrale weiter. Von dort wird sie direkt für die Unterstützung der Heizung oder für die Warmwasseraufbereitung genutzt. Im Sommer – wenn die Mieter weniger heizen – wird die Sonnenenergie an die Integralsonde abgegeben und im Erdreich gespeichert. Auf diese Weise kühlt das Erdreich nicht aus und die Wärme steht im Winter wieder zur Verfügung.

Die Zusammenarbeit zwischen Geo-En und Phönix entstand durch den Kontakt im Berliner NetzwerkE. Pieter Bots, Geschäftsführer von Geo-En Technologies, sagt: „Die Kombination von Geothermie und Solarthermie hat viel Interesse bei Bauherren geweckt. Durch den Kontakt zu Phönix im Netzwerk sind wir in der Lage, dem Erdspeicher mit den Solarabsorbern zusätzliche Wärmeenergie zur Verfügung zu stellen, was die Wärmeversorgung des Gebäudes nur durch regenerative Energien ermöglicht.“

„Wir demonstrieren in der Wallstraße eine innovative Technologiekombination auf dem Sektor der Erneuerbaren Energien“, sagt der Vorstand der Phönix Sonnenwärme, Raoul von der Heydt. „Dort entsteht ein Leuchtturmprojekt für die Erschließung neuer Anwendungsgebiete der Solarthermie. Dabei nutzen wir die Sonnenwärme zu konkurrenzlos günstigen Preisen.“

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