23. Januar 2018

Digitale Zukunft beginnt im Heizungskeller: Rotes Rathaus erhält smarten Fernwärmezähler

Der erste Smart Meter für Fernwärme wurde heute im Keller der Senatskanzlei im Roten Rathaus installiert.

Als erstes Fernwärme-Unternehmen in Deutschland setzt die Vattenfall Wärme Berlin flächendeckend Smart Meter ein und investiert dafür mehr als 9 Millionen Euro. Die Umrüstung der Berliner Fernwärmezähler erfolgt während des laufenden Betriebs. Aus derzeit 60 Netzinformationspunkten in den Berliner Fernwärmenetzen werden bis Jahresende knapp 20.000.

Smarte Wärmezähler sind der digitale Schlüssel zur Steigerung der Energieeffizienz und ermöglichen einen neuen Level des Energiemanagements. Dem Land Berlin helfen Smart Meter seine Klimaziele zu erreichen. Gleichzeitig verbessert die intelligente Vernetzung von knapp 20.000 Berliner Fernwärme-Stationen in den fast 2.000 km langen Wärmenetzen die Steuerung des Systems.

Gunther Müller, Vorstandschef der Vattenfall Wärme Berlin AG, erklärt: „Ich sehe Smart Meter als Schlüssel zur intelligenten Netzsteuerung für eine klimafreundliche Berliner Fernwärme. Durch das Wissen, wieviel Wärme zu welchem Zeitpunkt benötigt wird, kann unsere Erzeugung passgenau erfolgen. Das spart Brennstoffe und damit CO2. Den Fernwärmekunden können die intelligenten Zähler eine hohe Transparenz über ihren Wärmeverbrauch bieten. Das erhöht die Effizienz und senkt die Kosten.“

Der Chef der Senatskanzlei, Björn Böhning, ergänzt: „In einer immer stärker digitalisierten Welt sind intelligente Lösungen für die Steuerung des Energieverbrauchs notwendig und möglich. Das gilt in Privathaushalten genauso, wie in öffentlichen Gebäuden. Hier im Roten Rathaus beginnen wir jetzt damit. Energieeffizienz ist in vielerlei Hinsicht ein wichtiges Thema in Berlin. Neben der Verringerung von Schadstoffen, die die Berliner Luft belasten, können wir auch wichtige Rohstoffe sparen. Damit leisten wir einen Beitrag zum Ziel der Klimaneutralen Stadt 2050.“

Smart Meter liefern den Kunden die Datenbasis für energetische Optimierungen. Damit sind sie auch eine wichtige Basis für Gebäude-Sanierungsfahrpläne. Die gewonnenen Daten vereinfachen die Abrechnung, helfen defekte Zähler zu erkennen und erleichtern die Kundenberatung und Störungsanalyse.

Insgesamt investiert die Vattenfall Wärme Berlin 9,3 Millionen Euro, um die Berliner Fernwärme-Kunden bis Ende 2018 mit smarten Zählern des Geräteherstellers Samson auszustatten. Anfang Dezember 2017 haben Vattenfall und Samson einen Vertrag abgeschlossen: Geräte und digitale Dienstleistungen für die Berliner Wärme werden aus unserer Stadt kommen. Die Installation geschieht im laufenden Betrieb. Das heißt, Vattenfall übernimmt die Verantwortung, dass bei der Wärme-Digitalisierung alle 1,2 Millionen Fernwärmenutzer weiter im Warmen sitzen.

Vollständige Meldung der Vattenfall

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