22. Mai 2015

Netzwerker zeigen Wege zur "Smart City"

Wirtschaftswachstum, Bevölkerungszuzug, ambitionierte Klimaschutzziele, Digitalisierung aller Lebensbereiche - die Städte und Metropolen stehen auf ihrem Weg zur Smart City vor großen Herausforderungen.

Doch wie lässt sich die Energieversorgung in Zukunft effizient, ressourcenschonend und umweltfreundlich gestalten? Über diese und weitere Fragen haben gestern  über 70 Vertreter der Berliner Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung bei der Veranstaltung „Smart City in der Praxis – Effiziente Energienutzung und Energiedienstleistungen der Zukunft“ im Rahmen der Metropolitan Solutions, der neuen Leitmesse rund um das Thema Smart City, diskutiert.

Achim Neuhäuser, Bereichsleiter bei der Berliner Energieagentur GmbH (BEA), machte deutlich, dass vorhandene Energieversorgungslösungen und Energiedienstleistungen großes Potenzial für die intelligente Stadt der Zukunft aufweisen. Christopher Stall, Projektingenieur im Energiemanagement-Team der ALBA Group demonstrierte, wie intelligentes Energiemanagement dazu beitragen kann, Einsparpotenziale im Unternehmen aufzudecken, die mit einfachen Maßnahmen realisiert werden können. Am Beispiel des Niedersächsischen Staatstheaters Hannover stellte Betriebsinspektor Ulf Bosold eindrucksvoll dar, wie durch den Austausch von 75 Prozent der Beleuchtung, realisiert im Rahmen eines Energieeinspar-Contracting Projekts, der Stromverbrauch in diesem Bereich um 80 Prozent reduziert werden konnte.

Aus der Vergangenheit lernen

Inspirationen zur Idee der intelligenten Stadt der Zukunft lieferte Prof. Joseph Hoppe, Stellvertreter des Direktors des Deutschen Technikmuseums (DTM), indem er zunächst einen Blick auf die technischen Entwicklungen der Vergangenheit warf und anschließend den Niedrigenergie-Neubau des DTM mit  Photovoltaikanlage und  LED-Laufsteg präsentiert. Dr. Beate Mekiffer von der WISTA MANAGEMENT GmbH, stellte Wege in die Energiezukunft am Beispiel des Technologiezentrums Adlershof vor, das durch den Einsatz erneuerbarer Energien, Gebäude- und Prozessoptimierung und der Nutzung von Lastverschiebungspotenzialen ein integriertes Energiekonzept umsetzt mit dem Ziel, 30% Primärenergie bis zum Jahr 2020 einzusparen.

Mensch im Mittelpunkt

In der anschließenden Podiumsdiskussion erörterten Achim Neuhäuser, Andreas Foidl (Berliner Großmarkt), Nadine Kuhla von Bergmann (TU Berlin) und Prof. Dr. Harald Kächele (Deutsche Umwelthilfe e.V.) die wesentlichen Aspekte für die intelligente und klimaneutrale Stadt von morgen: Übereinstimmend nannten dabei alle Teilnehmer die Optimierung von Prozessen und Organisationsstrukturen als wesentlichen Arbeitsauftrag. Die Zusammenarbeit zwischen Anbietern, Nutzern, öffentlicher Hand und Auftraggebern ist zu verbessern, die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit in der Stadt zu verbessern. Nur so werden Effizienzpotenziale gehoben, menschengerechte Mobilitätskonzepte auf den Weg gebracht und eine nachhaltige Flächennutzung ermöglicht.  

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Über 70 Vertreter der Berliner Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung haben an der Veranstaltung „Smart City in der Praxis – Effiziente Energienutzung und Energiedienstleistungen der Zukunft“ im Rahmen der Metropolitan Solutions teilgenommen. Foto: Berliner NetzwerkE, Dietmar Gust

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Achim Neuhäuser, Bereichsleiter bei der Berliner Energieagentur GmbH (BEA), machte deutlich, dass vorhandene Energieversorgungslösungen und Energiedienstleistungen großes Potenzial für die intelligente Stadt der Zukunft aufweisen. Foto: Berliner NetzwerkE, Dietmar Gust

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Wie smart muss eine klimaneutrale Stadt sein? In der Podiumsdiskussion erörterten Nadine Kuhla von Bergmann (TU Berlin), Andreas Foidl (Berliner Großmarkt), Achim Neuhäuser (BEA)  und Prof. Dr. Harald Kächele (Deutsche Umwelthilfe e.V.) (v.l.) die wesentlichen Aspekte für die intelligente und klimaneutrale Stadt von morgen. Foto: Berliner NetzwerkE, Dietmar Gust

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