24. Januar 2012

Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Michael Müller: Aktionsprogramm zur Realisierung der klimaneutralen Stadt

Berlin will bis zum Jahr 2050 klimaneutrale Stadt sein. Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Michael Müller hat beim Neujahrsempfang der Berliner Energieagentur (BEA) am Montagabend im Deutschen Technikmuseum ein Aktionsprogramm des Senates zur weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen angekündigt.

Grundlage dafür soll ein überarbeitetes und an die Rahmenbedingungen der „Energiewende“ angepasstes Energiekonzept sein. „Um die CO2-Emissionen langfristig auf Null absenken zu können, müssen wir bei der Reduzierung der Treibhausgase einen erkennbaren und stabilen Trend schaffen“, sagt Müller vor rund 200 Gästen aus Politik und Wirtschaft.

Einige Maßnahmen kündigte Müller bereits jetzt an. Für die rund 8.000 öffentlichen Gebäude in Berlin will das Land Berlin ein Energiemanagementsystem auf den Weg bringen, um den Wärme- und Stromverbrauch zu reduzieren. Außerdem sollen die „Berliner Energiesparpartnerschaften“ mit derzeit über 1.300 energieeffizient bewirtschafteten öffentlichen Gebäuden weiterentwickelt werden. So sollen zukünftig Maßnahmen zur Wärmedämmung und zum Einsatz erneuerbarer Energien in dieses Modell integriert werden. Zur Energieversorgung sollen auf öffentlichen Dächern mehr Solaranlagen als bisher zum Einsatz kommen. Außerdem will Berlin als bundesweit anerkannte KWK-Modellstadt mehr Blockheizkraftwerke (BHKW) – teilweise unter Nutzung nachwachsender Rohstoffe – installieren lassen. In Zusammenarbeit mit Brandenburg will Berlin zukünftig mehr grünen Strom aus Windkraft-, Solar- und Biogasanlagen aus dem Umland importieren und umgekehrt als Speicher und Lastreserve für überschüssigen Strom aus dem Nachbarland fungieren.

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt


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