Berlin will bis zum Jahr 2050 klimaneutrale Stadt sein. Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Michael Müller hat beim Neujahrsempfang der Berliner Energieagentur (BEA) am Montagabend im Deutschen Technikmuseum ein Aktionsprogramm des Senates zur weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen angekündigt.
Grundlage dafür soll ein überarbeitetes und an die Rahmenbedingungen der
„Energiewende“ angepasstes Energiekonzept sein. „Um die CO2-Emissionen
langfristig auf Null absenken zu können, müssen wir bei der
Reduzierung der Treibhausgase einen erkennbaren und stabilen Trend
schaffen“, sagt Müller vor rund 200 Gästen aus Politik und Wirtschaft.
Einige
Maßnahmen kündigte Müller bereits jetzt an. Für die rund 8.000
öffentlichen Gebäude in Berlin will das Land Berlin ein
Energiemanagementsystem auf den Weg bringen, um den Wärme- und
Stromverbrauch zu reduzieren. Außerdem sollen die „Berliner
Energiesparpartnerschaften“ mit derzeit über 1.300 energieeffizient
bewirtschafteten öffentlichen Gebäuden weiterentwickelt werden. So
sollen zukünftig Maßnahmen zur Wärmedämmung und zum Einsatz erneuerbarer
Energien in dieses Modell integriert werden. Zur Energieversorgung
sollen auf öffentlichen Dächern mehr Solaranlagen als bisher zum Einsatz
kommen. Außerdem will Berlin als bundesweit anerkannte KWK-Modellstadt
mehr Blockheizkraftwerke (BHKW) – teilweise unter Nutzung nachwachsender
Rohstoffe – installieren lassen. In Zusammenarbeit mit Brandenburg will
Berlin zukünftig mehr grünen Strom aus Windkraft-, Solar- und
Biogasanlagen aus dem Umland importieren und umgekehrt als Speicher und
Lastreserve für überschüssigen Strom aus dem Nachbarland fungieren.
Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt