Biomasse

Hackschnitzel1

Der Begriff der Biomasse bezeichnet organische Substanzen in festem, flüssigem oder gasförmigem Zustand, die zur Produktion von Strom, Wärme oder Kraftstoffen genutzt werden können.

Man kann grundsätzlich zwischen Rückständen, Nebenprodukten und Abfällen (z. B. Rest- und Abfallholz, Stroh oder organische Abfälle aus Industrie und Gewerbe) auf der einen Seite sowie Energiepflanzen (z. B. Mais, Getreide, Zuckerrüben, Weizen) auf der anderen Seite unterscheiden. 

Umwandlung von Biomasse in Energieträger

Beide Arten von Biomasse können erst nach verschiedenen Umwandlungsschritten als Energieträger genutzt werden:

  • Vergärung (zu Biogas)
  • Trocknung
  • Häckseln
  • Vergasung
  • Versterung (zu Biodiesel)

Für die Nutzung von Biomasse im urbanen Umfeld sind vor allem industrielle und kommunale Reststoffe (z. B. aus der Biotonne) von Bedeutung. Diese können über den Prozess der Vergärung in Biogas umgewandelt werden.

Dabei wird die feuchte Biomasse bei hohen Temperaturen zersetzt, wobei das Biogas als Stoffwechselprodukt zurückbleibt. Das Biogas kann auf Erdgas-Qualität aufbereitet werden und ins Stromnetz eingespeist oder z. B. zur Durchführung industrieller Prozesse direkt vor Ort verbraucht werden.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

  • Sicherstellung der Umweltverträglichkeit bei Anbau und Verarbeitung der Biomasse (z. B. durch Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion)
  • Verbesserung der Problemfrüherkennung in Biogasanlagen durch Gas- und Substratanalysen
  • Verbesserung der Betriebsführung von Biogasanlagen
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